Legal Europe

Auf der Flucht vor Konflikt und Verfolgung oder auf der Suche nach sozio-ökonomischen Perspektiven starben allein im Jahr 2014 weit über 3000 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Mit „Legal Europe“ adressiert die "Stiftung Partnerschaft mit Afrika" diese nicht akzeptable Situation an den Außengrenzen Europas und möchte die Situation im rechtlich zulässigen Rahmen entschärfen helfen. So dient das Programmvorhaben der Förderung der legalen Mobilität und der Erschließung der Potenziale und Qualifikationen von in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten aus den Ländern Subsahara-Afrikas.

Zu diesem Zwecke möchte die "Sitftung Partnerschaft mit Afrika" die jüngsten Reformbemühungen um einen erleichterten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für qualifizierte Zugewanderte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union aufgreifen, denn gleichzeitig steht Deutschland vor großen arbeits- und sozialpolitischen Herausforderungen. Laut demografischer Prognosen wird 2030 insbesondere in den peripheren Regionen ostdeutscher Bundesländern circa ein Drittel der Bevölkerung  65 Jahre und älter sein. In wichtigen Wirtschaftszweigen Brandenburgs ist der daraus folgende Fachkräftemangel bereits jetzt deutlich spürbar.

Zuwanderung kann zu einem positiven Wandel der Situation beitragen. Vielerorts ablehnende Reaktionen auf steigende Zuwanderungszahlen auch in Brandenburg offenbaren jedoch, wie viel noch getan werden muss, um Fremdenfeindlichkeit und Berührungsängste zwischen Aufnahmegesellschaft und Zugewanderten zu überwinden und die Anerkennung von Vielfalt als Normalität und Chance zu verankern.

Gelebte Wertschätzungskultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt in den Kommunen sind essentiell, auch um sich als eine attraktive Zielregion für qualifizierte Migrantinnen und Migranten zu etablieren. Hierzu gilt es, Integration als gegenseitigen Prozess in verschiedenen Lebensbereichen gesellschaftlicher Teilhabe parallel zu fördern.

In Partnerschaft mit ausgewählten Brandenburger Kommunen, Arbeitsmarktakteuren und der lokalen Zivilgesellschaft sind daher qualifizierende, berufsorientierende, sprachfördernde und vernetzende Maßnahmen sowie Initiativen der politischen Bildung geplant. Die Gestaltung und Entwicklung der eigenen Kommune liegt im Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger. Über dieses gemeinsame Interesse sollen Menschen unterschiedlicher Herkunft im Rahmen eines begleiteten Peer-to-Peer-Ansatzes auf lokaler Ebene zusammengebracht werden.
Diese Inlandsmaßnahmen sollen in einem zweiten Schritt durch einen Ausbau vorintegrativer und sprachfördernder Maßnahmen in den nordafrikanischen Transitländern der subsaharischen Migration nach Europa ergänzt werden. Möglichkeiten der legalen Migration zu Qualifizierungs- und Arbeitszwecken können so besser nutzbar gemacht werden.

Aktuell bewirbt sich die "Stiftung Partnerschaft mit Afrika" um die Förderung zur Durchführung des Programmvorhabens. Verfolgen Sie gerne die weitere Entwicklung an dieser Stelle. Sollten Sie Interesse an der Unterstützung des Vorhabens oder weitere Fragen haben, treten Sie gerne mit uns in Kontakt.

Aktionsraum #8

Migration und Diaspora

Der Aktionsraum außerschulische Jugendbildung umfasst Projekte zur Vermittlung von Wissen über Deutschland und afrikanische Länder. Partnerschaften zwischen deutschen und afrikanischen Jugendeinrichtungen werden aufgebaut. Gemeinsam entwickeln und veranstalten sie Peer-Modelle, Events und Aktionen.

Ansprechpartnerin

Katja KruseKatja.Kruse@german-african-partnership.org

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