Wie (un)fair kann ein Smartphone sein?

Smartphones – gut verkauft, bewusst genutzt?

Als 1993 IBM das erste Gerät mit Touchscreen auf den Markt brachte, mit dem man telefonieren und fotografieren konnte, war das eine Sensation. 25 Jahre später sind zahlreiche technische Funktionen hinzugekommen, die Geräte werden leichter, handlicher und die Software immer besser und Smartphones spielen in unserem heutigen Alltagsleben eine größer werdende Rolle. Wir nutzen es für die Kommunikation mit Freunden und Verwandten, als Social-Media-Kanal  und über verschiedenste Apps im Alltag. Es hilft uns unter anderem als Navigationsgerät, Schrittzähler, Mp3-Player  und  Kamera, während sich Qualität und erleichterte Bedienung stetig weiter verbessern. Besonders Jugendliche  können durch diese Vorteile angesprochen werden. Nach einer JIM-Studie von 2016 besaßen 97 % der 12-19-Jährigen  in Deutschland ein Smartphone. Das Smartphone ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Sind wir uns jedoch der Produktion, der Wertschöpfungs- und Zulieferkette, der Endverwendung und schließlich der Entsorgung von Smartphones bewusst? Welche Interessenkonflikte entstehen in der Konstellation mit unterschiedlichen Akteuren und welche Handlungsalternativen lassen sich erarbeiten? Während fair gehandelte Produkte wie zum Beispiel Lebensmittel und Kleidung inzwischen eine Selbstverständlichkeit sind, werden faire elektronische Waren bisher wenig angeboten. Tatsächlich erschwert die Komplexität der Produkte eine lückenlose faire Produktionskette. Berichte, wie bspw. über Konfliktrohstoffe oder giftige Elektroschrottentsorgung, werden oft nicht thematisiert.

Projektwochen in Schulen und Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung

Daher führt die Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. mit ihren Kooperationspartnern, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gemeinnützige GmbH, demFaktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften gemeinnützige GmbH und dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Pädagogen sowie Pädagoginnen 2017 Projektblocks an Schulen und außerschulischen Einrichtungen durch. Dabei haben die Jugendlichen die Chance, sich mit dem Produktionszyklus und der Entsorgung von und dem Umgang  mit Smartphones auseinandersetzen. Anschaulich und lebensweltnah wird dabei den Jugendlichen der Kreislauf von der Rohstoffgewinnung über Produktionsbedingungen hin zu Konsum und Nutzung sowie Recycling nahegebracht. Unter Einsatz verschiedener interaktiver Methoden sowie Plan- und Positionsspiele erarbeiten sie sich Informationen, schlüpfen in die Rollen von Minenarbeitern und Fabrikbesitzern oder erforschen Smartphones in ihren Einzelteilen.

Mehr Informationen für interessierte Lehrkräfte und Pädagogen finden Sie hier.

Sollte auch Ihre Schule oder Ihre Einrichtung der außerschulischen Jugendbildung Interesse an der Durchführung einer Projektwoche haben, wenden Sie sich bitte an:

Anne-Kathrin Krauel

Telefon: 0331 97 92 78 – 25

E-Mail: Anne-Kathrin.Krauel@german-african-partnership.org

Austausch- und Netzwerktreffen

Im November wird ein Austausch- und Netzwerktreffen stattfinden, das den Austausch zwischen beteiligten Lehrkräften, Pädagogen sowie Pädagoginnen und Kooperationspartnern sowie allen Interessierten aus dem Bildungsbereich ermöglichen soll. Nähere Informationen dazu finden Sie zeitnah auf unserer Homepage.

Die Durchführung der Projekts findet unter Vorbehalt der finanziellen Unterstützung der Fördermittelgeber statt.

Aktionsraum #1

Schule

Schule ist Lebensraum und Ort der Zukunft. In diesem Aktionsraum wollen wir Lehrende, Schüler/innen und Eltern ansprechen. Neue Projekte können in der Schule oder an anderen Lernorten entstehen. Es sollen Formate entwickelt werden, die im Alltag erleb- und anwendbar sind, gegenseitige Neugier wecken und neue Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

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