Projektwochen

Die Stiftung Partnerschaft mit Afrika e. V. möchte Jugendliche für das historische Lernen begeistern. Mithilfe von zeitgemäßen Methoden der politischen Bildung nähern sie sich dem Völkermord an Herero und Nama bzw. Damara. Neben der Vermittlung von historischen Kenntnissen über die Ereignisse zwischen 1904 und 1908 im damaligen kolonialen Deutsch-Südwestafrika setzen sich die Jugendlichen aus verschiedenen Perspektiven mit unterschiedlichen Formen des Gedenkens auseinander.

In den Projektwochen soll die zentrale Frage bearbeitet werden, wie dem Genozid an Herero und Nama bzw. Damara zeitgemäß gedacht und an ihn erinnert werden kann. Aus der Beschäftigung mit dem Völkermord ergeben sich eine Reihe von Aspekten, die dabei Berücksichtigung finden sollen: Welche Akteure spielen heute in der öffentlichen Debatte über den Völkermord eine Rolle? Wer verfolgt welche Interessen? Welchen Einfluss hat die Perspektive auf die unterschiedlichen Interessen? Wie ist der Stand zu Reparationszahlungen? Welche Konsequenzen hätten diese von Seiten der Bundesregierung Deutschland zum einen für die Opfergruppen und zum anderen für Deutschland und andere ehemalige Kolonialmächte? Wie verläuft so ein Prozess und wer wird überhaupt in die Verhandlungen einbezogen? Wer wird außen vorgelassen? Dabei soll auch der Blick über den Tellerrand und die Geschichte die Möglichkeit bieten, die Positionen der Opfergruppen zu verstehen. In welcher Art und Weise gedenken sie dieser Ereignisse und welche Forderungen stellen sie an die Politik?

Während der Projektwoche wird die Jugendlichen stets die Frage begleiten, welche Rolle das damals in Europa vorherrschende Afrikabild in der kolonialen Herrschaftsausübung spielte und inwieweit sich dieses Bild heute verändert hat. Die Jugendlichen sollen selbst den Bezug zu alltäglichen Rassismen gegenüber Menschen mit afrikanischer Herkunft herstellen lernen.

Aktionsraum #1

Schule

Schule ist Lebensraum und Ort der Zukunft. In diesem Aktionsraum wollen wir Lehrende, Schüler/innen und Eltern ansprechen. Neue Projekte können in der Schule oder an anderen Lernorten entstehen. Es sollen Formate entwickelt werden, die im Alltag erleb- und anwendbar sind, gegenseitige Neugier wecken und neue Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

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