Fieldworks – Stadt und Landwirtschaft in Berlin und Cotonou

Das Thema Ernährung betrifft uns alle. Aber die wenigsten Menschen beschäftigen sich tatsächlich damit, wie lokale und globale Ernährungssysteme verknüpft sind. In Deutschland und Benin setzen sich deshalb zwei Gruppen gleichzeitig mit den Fragen der jeweiligen Landwirtschaft und des Konsums auseinander, auch um die Zusammenhänge zwischen Verstädterung, Landwirtschaft und globalem Handel kritisch zu hinterfragen. Sie stellen ihre Zwischenergebnisse in einer interaktiven Ausstellung vor, wollen aber auch in Zukunft weiterarbeiten, zum Beispiel an einer Akademie für alternative Landwirtschaft.

Im Rahmen des Modells COMENGA Akademie findet das Pilotprojekt "fieldworks" statt. Fieldworks ist ein Austausch- und Vernetzungsprojekt zwischen Deutschland und Benin zu Themen urbaner Landwirtschaft und nachhaltigen regionalen Nahrungsmittelversorgung. Durch die innovative Methode der "offenen Akademie" und partizipativer Forschung werden zwei Gruppen parallel in Berlin und Cotonou den Fragen nachgehen: Welche Lebensmittel landen auf unserem Teller? Wie können wir unter Einbezug lokaler Bedürfnisse, Bedingungen und Potentiale und im Einklang mit unserer globalen Verantwortung dazu beitragen, die Nahrungsmittelversorgung ressourcenschonender zu gestalten?

Durch Forschungsarbeiten, Interviews und Filme wird in der "offenen Akademie" z.B. sichtbar, was das im Super- oder Biomarkt gekaufte Lebensmittel nicht ohne weiteres offenbart: Welchen Weg hat es zurückgelegt? Wie wurde es hergestellt und verarbeitet? Wer ist an der Produktion und am Vertrieb beteiligt? Welche sozialen und ökologischen Kosten hat es verursacht? Gibt es Alternativen für lokale und regionale Projekte sowie für Verbraucherinnen und Verbraucher? Wie werden Lebensmittel im jeweiligen lokalen Kontext produziert? Wofür werden landwirtschaftliche Nutzflächen verwendet? Welchen Einfluss werden demographische und klimatische Veränderungen auf die landwirtschaftliche Nutzung in der Umgebung haben? Die Methoden des Informationssammelns und der Darstellung werden unter Einbezug von ExpertInnen sowohl in den lokalen Gruppen, als auch im Austausch zwischen den deutschen und beninischen Partnern erarbeitet. Dieser jeweils dreimonatige Prozess wird durch gemeinsame Workshops ergänzt, die zeitversetzt sowohl in Berlin als auch in Cotonou stattfinden. In diesen Workshops tragen die deutschen und beninischen PartnerInnen ihre Informationen zusammen und erarbeiten zwei gemeinsame öffentliche Präsentationen der Ergebnisse.

Aktionsraum #3

Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft sind wir alle. Der Aktionsraum Zivilgesellschaft ist ein Querschnittsbereich, der eine Vielzahl von Themen umfasst. Von den Maßnahmen und Ideen können auch die Teilnehmer/innen anderer Aktionsräume profitieren.

Ansprechpartner

Lukas Goltermannlukas.goltermann@german-african-partnership.org

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