COMENGA-Toolkit: Aktivismus in einer Box

Die "Stiftung Partnerschaft für Afrika" hat eine Box mit Hilfsmitteln zur besseren und einfacheren Umsetzung von Projekten zusammengestellt. Das sogenannte Toolkit soll die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit fördern und neue Projekte entstehen zu lassen. Das Modell verspricht, ein Erfolg zu werden.

Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern ist sehr wichtig. Das sagt George Kabongah, der sich in der Friedensbewegung am Horn von Afrika engagiert. Denn nicht alle Probleme, die etwa Kenia hat, seien auch im eigenen Land begründet. Außerdem ermögliche die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen, von anderen erhört zu werden und von ihnen lernen zu können. Kabongah wünscht sich für die Zukunft mehr solcher Kooperationen.

Damit es dazu kommt, hat die Stiftung Partnerschaft für Afrika ein sogenanntes Toolkit entwickelt. Der Werkzeugkasten soll die Arbeit an künftigen Partnerschafts-Projekten zwischen Afrika und Deutschland erleichtern. Die Beteiligten erhalten dafür sozusagen eine Gebrauchsanweisung für die Begegnung mit der jeweils anderen Kultur. Inhalt der Box sind etwa Informationen zu günstigen Kommunikationsmöglichkeiten und Hilfsmittel für den Aufbau und die Organisation von gemeinsamen Projekten. Das als Leitfaden gedachte Toolkit gibt dem Nutzer somit einen Überblick darüber, wie die Zusammenarbeit mit anderen Ländern strukturiert werden kann.

Feedback aus der Praxis

Der Werkzeugkasten ist über einen längeren Zeitraum entwickelt worden. Die Idee dazu wurde Anfang 2013 bei einer Konferenz der Stiftung geboren. Bereits im Sommer des gleichen Jahres hat ein kleines Team, bestehend aus Afrikanern und Deutschen, ein detailliertes Konzept vorgelegt. Dieses wurde erst umfangreich diskutiert und getestet. Dann haben einige Aktivisten damit begonnen, mit dem Toolkit in der Praxis zu arbeiten. Ihre gesammelten Erfahrungen sind in die Weiterentwicklung der Box eingeflossen.

Genau so soll es auch weitergehen. Alle, die den „Aktivismus aus der Box“ nutzen, können ein Feedback geben und sich an der Weiterentwicklung beteiligen. Das Toolkit wird somit zu einem wichtigen Hilfsmittel, mit dem Organisationen verschiedener Länder miteinander in Kontakt kommen. Und das nicht nur zwischen Afrika und Deutschland, sondern international. Die Entwickler erhoffen sich mit dem Einsatz der Hilfsmittel, dass die länderübergreifende Zusammenarbeit nicht nur einfacher wird, sondern auch kostengünstiger und besser.

Organisationen brauchen das Toolkit

Denn dass solche Kooperationen wichtig sind, steht außer Frage. Das weiß auch Kerstin Deibert, die für die Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden arbeitet. Ein gutes Toolkit würde ihrer Meinung nach dabei helfen, Organisation zu finden, mit denen Partnerschaften sinnvoll sind. Deibert kann sich selbst vorstellen, in Zukunft mit dem Werkzeug zu arbeiten und Organisationen könnten ihrer Meinung nach eine derartige Unterstützung auch gebrauchen. Das Toolkit werde dabei helfen, über den Tellerrand der jetzigen Arbeit zu blicken und Menschen, die erst wenig Erfahrung im Umgang mit anderen Kulturen haben, unterstützen.

Das Toolkit ist ein Projekt im Zusammenhang des COMENGA-Programms der Stiftung Partnerschaft mit Afrika. Es wurde im Rahmen der Afrika-Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt.

Aktionsraum #3

Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft sind wir alle. Der Aktionsraum Zivilgesellschaft ist ein Querschnittsbereich, der eine Vielzahl von Themen umfasst. Von den Maßnahmen und Ideen können auch die Teilnehmer/innen anderer Aktionsräume profitieren.

Ansprechpartner

Lukas Goltermannlukas.goltermann@german-african-partnership.org

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